GROSSFEUER ZÜNDET VON DER PFALZ INS SAARLAND

Redaktion

Lautenbach –

Am Donnerstagnachmittag gegen 13:50 Uhr ist zwischen Breitenbach (Rheinland-Pfalz, Kreis Kusel) und Lautenbach (Saarland, Kreis Neunkirchen) ein größerer Flächenbrand ausgebrochen.

Die Feuerwehr Lautenbach wurde zu einem Feuer zwischen Breitenbach und Lautenbach alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte vor Ort stellten die Einsatzkräfte ein sich rasch ausbreitendes Feuer fest, das durch die starken Winde weiter entfacht wurde. Die Flammen trieben sich voran über Korn- und Maisfelder, strohige Wiesen, durch eine Apfelbaum-Plantage bis hinein ins Unterholz der angrenzenden Mischwälder. Rund 2,5 Kilometer weiter bergab steuerte die Feuerwalze den Ortsrand von Lautenbach zu. 

Umgehend wurden weitere Kräfte alarmiert. Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack übernahm auf saarländischer Seite die Einsatzleitung vor Ort und koordinierte die angeforderten Einsatzkräfte aus den Landkreisen Neunkirchen, St. Wendel und dem Saar-Pfalz-Kreis, darunter ein 20.000 Liter-Löschtank der Feuerwehr Homburg und Wassertanks des THW.

Auf der rheinland-pfälzischen Seite wurden die Feuerwehren im Umkreis von rund 30 Kilometern bis nach Kaiserslautern alarmiert, darunter auch die Feuerwehr der US-Army aus Ramstein. Vorsorglich versetzte die dortige Einsatzleitung auch einen Löschhubschrauber in Alarmbereitschaft.

Das Feuer breitete sich auf einer Fläche von 20 Hektar von Breitenbach über die Felder und Baumgruppen bis an die ersten Häuser in Lautenbach aus. Das Feuer vernichtete am Ortsrand Hecken, Zäune und Teile der Privatgärten. Durch einen massiven Löscheinsatz konnte das Übergreifen der Flammen auf die Wohnhäuser verhindert werden. Während des Einsatzes mussten mehrere Häuser evakuiert werden. Anwohner kamen nicht zu Schaden. 

Um 16:10 Uhr wurde das Feuer unter Kontrolle gemeldet und mit umfangreichen Nachlöscharbeiten begonnen, die bis zur Stunde noch andauern.

Im Einsatz waren bundesländerübergreifend aktuell 62 Fahrzeuge und knapp 290 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz und Malteser. 

Während dem Einsatz wurden mehrere Feuerwehrangehörige verletzt und mussten teilweise ins Krankenhaus verbracht werden.

Fotos: Thorsten Kremers

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