Florian Jung surft ins Viertelfinale

Redaktion

Saarbrücken – Der Saarbrücker Florian Jung (39) ist der einzige saarländische Profi-Surfer. Und das aktuell sehr erfolgreich! Beim Surf-World-Cup vom 1. bis 11. Juni in Kurukuru auf den Fidschi-Inseln erreichte Florian Jung mit der perfekten Welle im Süd-Pazifik jetzt das Viertelfinale und erreicht als bester Deutscher in der Rangliste des Wettbewerbs Platz 13.

Nach Verletzungspause startete er die letzten Tage verspätet in die Saison. Am sogenannten Spot „Cloudbreak“ auf einem Riff das etwa 5 km weit im Ozean liegt stimmt für ihn der Wellengang. Die Waves türmen sich etwa 6-7 Meter hoch auf. Florian Jungs Freestyle-Spezialitäten auf dem Brett sind die sogenannten „Goiter“ und „Flakes“. Unter den besten 26 Surfprofis reitet er seine Welle vor der Jury zum Erfolg.

Der Saarbrücker über den Wettkampf auf den Fidschis: „Ich muss sagen, in den letzten Tagen bin ich wohl die Wellen meines Lebens geritten“.

Im Herbst seiner Karriere blickt Jung auf ein bewegtes Leben zurück: In Hawaii ging er zur Schule auf das Windsurf-Internat „Hawaii Maui Ocean Academy“. Seit 20 Jahren gehört der Saarbrücker zur Profi-Liga, wurde 2011 Weltmeister bei der „Ocean Jump“ als Windskater, war 2017 Deutscher Meister und ist beim Hersteller „Gun Sails“ unter Vertrag. Im April zierte einer seiner Wellen-Sprünge das Cover des „Wind Surf“-Magazin. Sein nächstes Ziel ist der World-Cup in Peru.

Den Sommer verbringt Florian Jung in Saarbrücken, den Winter in Süd-Afrika. Er unterrichtet den Windsurf-Nachwuchs in der Initiative „Talentschmiede“. Florian Jung setzt sich ein für den Umwelt- und Klimaschutz, sammelt dabei mit Helfern schon mal stapelweise Plastik-Müll aus dem Meer.

Oder er surft bei Aktionen vor kalbenden Meergletschern, um mit den auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und führt intensive Gespräche mit Wissenschaftlern. „Der Ozean ist mein Arbeitsort und mein Leben. Er ist bedroht. Wir sitzen alle im selben Boot, müssen achtsam mit den Ressourcen umgehen“, sagt der begeisterte Filmemacher in einem seiner Videos.

Fotos/Screentshots: Facebookseite Florian Jung